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Turin 2011: ESPERIENZA ITALIA
2011 in Turin 150-Jahr-Feier Der Einigung Italiens

scarpeAm 17. März 2011 beginnen die Festlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Einigung Italiens. Turin, die erste Hauptstadt Italiens, trifft die Vorbereitungen um dieses Gedenkjahr feierlich zu begehen. Zuständig ist das Komitee Italien 150, das im Jahr 2007 in Turin gegründet wurde. Das Event nennt sich "Esperienza Italia".
Um sich im voraus über das Programm der Feierlichkeiten zu informieren, kann die entsprechende Home-page unter www.italia150.it aufgerufen werden.
Einer der Haupt-Veranstaltungsorte von Esperienza Italia wird vielen unbekannt sein, nämlich O.G.R (Officine Grandi Riparazioni), ganz in der Nähe des Politecnico (Technische Universität) von Turin gelegen. Hier finden auch die verschiedenen Laboratorien (workshops) für Studenten aus ganz Italien statt.

OGR (Officine Grandi Riparazioni)

officine grandi riparazioniEs lohnt sich, mehr über den Ort zu erfahren, der so grosse Bedeutung während der 150-Jahr-Feier der Einigung Italiens haben wird.
Hier befand sich einst eine riesige Werkstatt für die Reparatur und Montage von Lokomotiven und Zugwagons. Dreissig Jahre stand sie nach ihrer Schliessung in den siebziger Jahren leer. Um zu begreifen, wie wichtig diese Fabrik war, sollte kurz erläutert werden, wie diese funktionierte. Das Gebäude hat H-Form und befindet sich zwischen Corso Castelfidardo und via Borsellino, auf dem Areal zwischen Corso Peschiera und Corso Vittorio Emanuele, neben dem Gelände der technischen Universität  (Politecnico). Es ist gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstanden und besteht aus zwei grossen Ärmeln, die durch ein Mittelstück mit einander verbunden sind, wobei jeder einzelne Gebäudeteil in Schiffe unterteilt ist. Die Fertigungspavillions waren untereinander unabhängig. Der Zug fuhr auf Schienen in die Halle ein, die quer zur Hallenstruktur verliefen: er wurde in diversen Arbeitsschritten  repariert und zu diesem Zweck entsprechend transportiert. Der gesamte Gebäudekomplex hat so enorme Ausmasse, dass man bei einem Besuch aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Wir haben ihn gesehen und wurden wider  Erwarten überrascht!
Das majestätische Bauwerk hat uns auf den ersten Blick beeindruckt und wir haben sofort gedacht, dass die immensen Raumdimensionen wie geschaffen sind, um den Anforderungen der Festlichkeiten für das 150-jährige Bestehen der Einigung Italiens zu genügen.
Zusammen mit der Reggia di Venaria (Schloss von Venaria) ist es einer der Hauptveranstaltungsorte. Eine ausgezeichnete Art, diesen Gebäudekomplex wiederzuverwenden.

Die Veranstaltungen für die 150-Jahr-Feier

In den ORG werden die verschiedensten Veranstaltungen im Rahmen der 150-Jahr-Feier stattfinden. Vor allem Laboratorien und Ausstellungen werden den Jugendlichen Sinn und Schönheit dieser 150 Jahre erzählen und ihr Augenmerk richten auf die Früchte, die die   italienische Wesensart, hervorgebracht hat, hervorbringt und hervorbringen wird.

Fare gli italiani
Die Ausstellung "Fare gli italiani" wird die 150 Jahre unserer Geschichte erzählen und sowohl Momente der Integration als auch der Krise, dank derer die Italiener sich immer mehr geeint fühlen, aufzeigen. Fotografien und Filme sowie nach Themenkreisen organisierte Räumlichkeiten stehen zur Verfügung. Die Geschichte wird multimedial und interaktiv besonders eindrucksvoll in Szene gesetzt, wobei wir alle uns als Hauptdarsteller fühlen werden.
Dank dieser Ausstellung macht ihr eine Reise in die Vergangenheit und lernt mittels neuer Technologien die Geschichte unserers Landes kennen. Ihr erfahrt über soziale und wirtschaftliche Themen, von denen ihr bisher nichts wusstet. Natürlich ist dies auch eine Gelegenheit andere Jugendliche zu treffen, die aus ganz Italien angereisen, um Gedanken und Meinungen auszutauschen.

Zukunft, Kreativität und Innovation
Von März bis November 2011 findet die Ausstellung "Zukunft, Kreativität und Innvovation" statt, deren Thema die menschliche Intelligenz ist. Die Thematik wird unter physischen, mentalen und kulturellen Aspekten beleuchtet. Ziel dieser Ausstellung ist, uns Jugendlichen zu verstehen zu geben, dass niemand unserer Kreativität und Neugier auf die Zukunft Grenzen setzen kann. Die Ausstellung sieht einen geführten Rundgang vor und ist in sieben grossen Räumen organisiert, jeder Raum ist einem zentralen Wissensbereich gewidmet, der sich mit der Zukunft Italiens befasst.
Folgende Themen sind vorgesehen:

  1. Wie wir wohnen werden: vom Haus bis zur Energie; die Herausforderung, ein neues Umweltprojekt zu starten
  2. Wie wir uns bewegen werden: Verwendung und Einsatz der Transportmittel, die Veränderungen im Lebensbereich des Menschen ganz wesentlich beeinflussen.
    Wie wir essen werden: Unterschiede zwischen natürlichem und künstlichem Essen.
    Wie wir arbeiten werden: unsere Beziehungen und ein Leben, das reich an Überraschungen und Auseinandersetzungen ist.
    Wie wir mit einander kommunizieren werden: der Wandel im Bereich der Sprache im Zusammenhang mit neuen Technologien.
    Wie wir uns medizinisch versorgen werden: die neue Medizin und ihre Perspektiven
    Wie wir denken werden: eine verantwortungsvolle Ethik, um die grossen Themen

der Zukunft zu bewältigen.

Drei grosse Reparaturen für das Turin der Zukunft

Ideenlabor mit Schülern des ITC R. Luxemburg

Die grossen Reparaturen waren, laut ORG, die der Züge.
Wagons und Züge, die wieder in Ordnung gebracht werden mussten, um besser zu funktionieren und somit die Beförderung der Turiner zu verbessern.
Aber welche sind hingegen die grossen Reparaturen, die Turin benötigt, um besser zu funktionieren und die Lebensqualität seiner Bürger anzuheben?
Hier einige Vorschläge. Abfahrtsbahnhof dieser Überlegung: Begriffe wie cittadinanza, sostenibilità, democrazia, die der Leitfaden sind für die 150-Jahr-Feier

1. Bürgermitbestimmung (Partizipation)
 Eine Stunde Interkultur pro Woche in den Schulen
Defekt: Die Bürgermitbestimmung, die eine wesentliche Rolle in unserm Alltag haben müsste, ist oft ein Ziel für junge Menschen ausländischer Abstammung. Dies ist ein
weit verbreitetes Problem in der modernen Gesellschaft: oft fühlen sich gewisse junge
Italiener ihren ausländischen Gleichaltrigen überlegen und fügen ihnen moralischen und physischen Schaden zu.
Grosse Reparatur: Was kann getan werden, um diese Situation zu verbessern?
Es müsste zu einer Gegenüberstellung zwischen den jungen Italienern und ihren ausländischen Altersgenossen kommen, um zu verstehen, wie sich sowohl die einen als auch die anderen fühlen. Unserer Meinung nach sollte einmal wöchentlich eine Stunde Interkultur stattfinden, um über die anstehenden Konflikte zu sprechen, deren Ursachen festzustellen und zu erklären. Dann sollte man versuchen, sie eventuell zu lösen.
Ausserdem, sollte man um diesen unzivilen Verhaltensweisen vorzubeugen, Geldstrafen einführen, so dass jeder, der physische oder psychische Gewalt ausübt, die Konsequenzen für sein Verhalten trägt.

2. Nachhaltigkeit
Eine aufladbare Buskarte
Defekt: Kinder, denkt ihr nicht, dass Turin zu umweltverschmutzt ist?
 Unsere Autos tragen sehr zur Umweltverschmutzung bei und verursachen Verkehrs-
 probleme, die in einer Grossstadt wie Turin keinesfalls unerheblich sind.
 Grosse Reparatur: was haltet ihr von einer je nach Fahrzeit oder Haltestelle  aufladbaren Magnetkarte, um alle anzuspornen, den Bus zu nehmen und die Fahrkarte zu bezahlen? Beim Ein- oder Aussteigen wird die Karte in das Lesegerät eingeführt
 und der Fahrgast kann wählen, je nach Fahrzeit oder Haltestelle zu bezahlen.
 Oder was haltet ihr davon, jemandem, der einen Strafzettel bekommt, die Möglichkeit
 zu geben, zu bezahlen oder ein paar Stunden einen Bus zu putzen?

3. Demokratie
Druckrecht für Jugendliche
Defekt: obwohl Italien ein demokratisches Land ist, können einige Freiheiten
wie das Druckrecht, das Recht auf freie Meinungsäusserung gefährdet werden.
Und das könnte wiederum ein zunehmendes Desinteresse der Jugendlichen an politischen oder aktuellen Themen zur Folge haben.
Grosse Reparatur: eine mögliche Lösung wäre, per Gesetz in einer wichtigen
Zeitung von Jugendlichen geschriebene Artikel abzudrucken, um ihnen die Chance, zu bieten, ihre Ideen und Gedanken zu äussern. Man könnte auch eine Zeitung machen, die kostenlos am Schulausgang verteilt wird, in der die verschiedenen Ansichten der Jugendlichen in einer einfacheren und den jungen Leuten verständlichen Sprache gegenübergestellt würden. Um dies zu verwirklichen, müssten Jugendliche zusammengebracht werden, die verschieden denken über Politik, Religion und aktuelle Themen. Noch besser wäre es, wenn diese Zeitung in verschiedenen Sprachen geschrieben

Città di Torino, Servizio Politiche Giovanili, Redazione Web Informagiovani
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