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Die
Turiner Originalität, aber auch die wenig bekannte Charakteristik,
ist in ihrer Fähigkeit zu suchen, Tradition und Innovation,
Erfahrungen und Ausprobierungen zu vereinigen, sich als dynamische
Realität zu geben, eine Art Labor, das in der Welt der Künste,
der Kultur, des Sportes, der Arbeit tätig ist.
Diese
Tendenz, die in der Zähigkeit und Schöpfungskraft der
Turiner verwurzelt ist, wird durch die Anwesenheit von Istitutionen
und besonders aktiven Unternehmen auf dem m Stadtgebiet stimuliert,
zu dem der große Schatz an Kunstwerken und Kultur dieser Stadt
selbst kommt, Gegenstand von Verbesserunseinschritten die darauf
zielen, den Veränderungsprozeß des Images der Stadt zu
beschleunigen.
In
diesem Sinne erlauben die Savoyerresidenzen die Identifizierung
eines Kreises von großem, historischen und architektonischen
Interesse, in dessen Inneren einige Realitäten besonders lebhaft
sind, Sitz von Aktivitäten, Ausstellungen und kulturellen Initiativen
von nicht nur lokalem Interesse.
Unter
diesem Etikett wurden die Sitze der königlichen Familie Piemonts,
der Savoia, die Residenzen und Adelsschlößer, die sich
in den Grenzgebieten der Stadt sowie in der Altstadt selbst befinden,
zusammengestellt.
Seit
1997 wurde dieser umfangreiche Komplex von historischen Gebäuden
von der Unesco als Weltschatz anerkannt. In Turin umfaßt die
Liste den Palazzo Reale, Palazzo Chiablese, die Armeria Reale (königliche
Waffenkammer), Palazzo Madama,
Palazzo Carignano, Villa della Regina, und das Castello del Valentino,
In der Umgebung befinden sich die Schlößer in Rivoli,
Moncalieri, Venaria, Govone, Agliè, Racconigi, den Palazzina di
Caccia (Jagdschloß) in Stupinigi, den tenuta (Landgut) in
Pollenzo. Alle diese Residenzen können besichtigt werden und
beherbergen viele kulturelle Veranstaltungen.
Einige
dieser Gebäude sind Gegenstand radikaler Erneuerungen und Restaurationen,
besonders die Reggia di Venaria, in der man nach der kürzlichen
Restaurierung die außergewöhnliche Dianagalerie besichtigen
kann, wird Eingriffe erfahren, die den Gebäuden den alten Glanz
wiederverleihen werden.
Unter
den Residenzen der Savoyer war das Schloß in Rivoli, ein eindrucksvolles
Barockgebäude, bereits Teil eines großartigen Projektes,
das 1718 von Filippo Juvarra auf Wunsch von Vittorio Amedeo II.
begonnen wurde, wo sich seit 1984 der Sitz des gleichnamigen Museo
d'Arte Contemporanea (Museum der zeitgenössischen Kunst) befindet.
Dieses Museum stellt eine der kulturellen "Vollkommenheiten"
des Turiner Gebietes dar: in den meisterhaft restaurierten Räumen
werden temporäre Ausstellungen internationaler Bedeutung organisiert
und dort befindet sich permanent eine Sammlung, die die Tätigkeit
zahlreicher italienischer und ausländischer Künstler von
den fünfziger Jahren bis heute dokumentiert.
In
Turin, in der Zone der großzügig angelegten, mit Bäumen
gesäumten Straßen, wo sich früher die Botschaften
ganz Europas befanden, liegt die GAM - Galleria Civica d'Arte Moderna
e Contemporanea (Stadtgalerie für moderne und zeitgenössische
Kunst), die für Wichtigkeit und Prestige der Sammlungen an
zweiter Stelle der Museen der modernen Kunst in Italien nach der
Galleria Nazionale in Rom steht. Im Jahre 1993 in einem vollständig
erneuerten Sitz und mit einem angereicherten Kunstschatz wieder
eröffnet, verfügt die Galerie heute über 5.000 Gemälde
und Skulpturen von Stichen und Zeichnungen ab dem XVIII. Jh. bis
heute. Wir möchten auf Werke von Fontanesi, Medardo Rosso,
Modigliani, Klee, Balla, De Chirico, De Pisis, Casorati und hinweisen.
Zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen auf internationalem
Niveau zogen nach der Wiedereröffnung viel Publikum an.
Der
dritte Pol des der zeitgenössischen Kunst gewidmeten Turiner
Museumsystems ist die Fondazione Bricherasio, die sich im gleichnamigen,
kürzlich renovierten Gebäude befindet und besonders in
der Organisation von Ausstellungen auf internationalem Niveau und
kulturellen Ereignissen spezialisiert ist.
Unter
den Stadtstärken sind der Salone del Libro (Buchmesse) und
der Salone della Musica (Musikmesse) zwei feste Termine, zu denen
Verleger, Künstler, Kritiker, Vertreter der Kultur und des
Schauspiels nach Turin kommen, und die eine große Besucherzahl
anziehen.
Der
Salone del Libro,
Visitenkarte des Turiner Kulturverlagswesens, findet seit über
einem Jahrfünft im Mai statt. In seinem neuen Sitz im Lingotto
überschreitet die Ausstellung leicht bei jeder Veranstaltung
einhunderfünfzigtausand Besucher. Während
fünf Kalendertagen ist Turin die italienische Hauptstadt der
Bücher und literalischen Kultur.
Der
Salone della Musica wurde zum dritten Mal abgehalten und wiederholt
die erfolgreiche Formel des Salone del Libro und vereinigt die kulturelle
Funktion mit der starken Anziehungskraft, die die Anwesenheit der
Publikumslieblinge in den Ständen und den Treffpunkten der
Stadt ausübt.
Unter
den der Kunst nicht nur in kultureller Hinsicht gewidmeten Veranstaltungen
befindet sich die Messe Artissima, die erst kürzlich entstand,
aber schon recht bekannt ist und jedes Jahr Galerieninhaber, Künstler,
Kunstkritiker aus ganz Italien anzieht, und den Verdienst hat, die
aussagefähige Anwesenheit von Künstlern und Sammlern in
Turin offensichtlich zu machen.
Aus
der Welt der Kunst ist weiterhin die neu entstandene Vereingung
Circuito dei Giovani Artisti Italiani (Kreis der jungen italienischen
Künstler) zu nennen, die 23 Lokalverwaltungen aus ganz Italien
interessiert.. Im Jahr 1997 wahrend der Biennale der jungen Künstler
aus Europa und dem Mittelmeerraum gegründet, fährt das
Organisierungskomitee mit seiner Werbetätigkeit für die
junge Kunst und Kreativität fort.
Vom
Gesichtspunkt der Aufmerksamkeit für die Doppelbedeutung von
Kunst-Jugend wird diese von der Vereinigung mit der Casa del Teatro
per Ragazzi e Giovani (Theaterhaus für Kinder und Jugendliche)
gepaart, das sich in einem Polyfunktionszentrum mit zwei Theatersälen,
einem Zentrum für Studien, Forschung und Theaterexperimentation
und Realisierung für Jugendliche befinden wird.
Auf
dem Villa Gualino Gebiet, die über der Stadt in der herrlichen
Turiner Hügellandschaft liegt, findet in jedem September die
Experimenta statt, ein Kontakt mit dem wissenschaflichen Bekanntmachungen
auf der Basis der direkter Bezeigung der physischen Phänomene.
Jede Ausgabe wird durch ein Hauptthema charakterisiert, das auch
für das breite Publikum von großem Interesse ist. Aber
Villa Gualino ist nicht nur wegen dieser Veranstaltung zu erwähnen,
hier befindet sich auch das Institute for Scientific Interchange
Foundation, ein wichtiges, der wissenschaftlichen und technologischen
Forschung und der Ausbildung von jungen Wissenschaftlern und Forschern,
gewidmetes Zentrum. Hier befinden sich Unterbringungsmöglichkeiten
für hundert Personen und das Institut hat Gesprächepartner
in der ganzen Welt und fördert neben der Lehrtätigkeit
auch Debatten und Zusammenkünfte. Die Villa ist auch der Sitz
der European Training Foundation, der unabhängigen Agentur
der Europäischen Gemeinschaft für die Koordinierung der
Tätigkeiten zwischen EU und den Ländern Zentral- und Osteuropas
sowie Zentralasiens in den Bereichen der Erziehung und Berufausbildung.
Turin
ist Kunst, Kultur, Innovation, aber auch Sport.
Das
Fußballspiel im besonderen ist geschichtlich eine der großen
Leidenschaften der Turiner und zieht während der Meisterschaft
eine große Anzahl von Fans auch aus anderen Städten an.
Die 1897 aus der Initiative einer Studentegruppe gegründete
Juventus ist zweifelsohne eine
der bekanntesten Mannschaften der Welt und das in Italien am stärksten
verfolgte und beliebteste Team: nach einer kürzlich efolgten
Umfrage würde ein Drittel der Italiener für die berühmten
weißschwarzen Trikots schwärmen. Aber in Turin schlagen
die Herzen auch für die Toro-Mannschaft, die 1906 gegründet wurde und von ihren für Mitgefühl
und Leidenschaft bekannten Fans verfolgt wird, mit denen sie ihre
Mannschaft unterstützen.
Sport
in Turin bedeutet auch Turin Marathon, eine Veranstaltung, die sich im Laufe der Jahre dermaßen
bewährte, daß sie eine Veranstaltung auf internationalem
Niveau wurde, an der Athleten aus aller Welt teilnehmen.
Weitverbreitet
bei den Turinern ist auch der Golf, der in Klubs gespielt wird,
u.a. auch im Mandriapark, einem der schönsten Golfplätze
Europas, wie auch Fechten und Rudersport. Aber das Herz schlägt
vor allem für die Alpensportarten, auch dank der herrlichen
Orte, die in etwa mehr als einer Stunde erreicht werden können,
wie Bardonecchia, Sauze d'Oulx und Sestrière, wo die letzte Weltmeisterschaft
des Alpenskis ausgetragen wurde. Die Einrichtungen für alle
mit dem Gebirge verbundenen Sportarten sind dermaßen komplett,
daß sich Turin auch mit guten Aussichten für die Organisation
der Olympischen Winterspiele im 2006 beworben und dazu gewonnen
hat.
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