| |
Der
übliche Ausgangspunkt für einen Einkaufsbummel ist Via Roma,
Herz und Symbol des Stadtzentrums. Unter ihren Bogengängen,
die sich über die ganze Stadt in einem für Europa einzigartigen
Verlauf von über vierzig Kilometern hinziehen und vor den Unbilden
des Wetters im Winter und vor der Sommerhitze schützen, leuchten
die sorgfältig gepflegten Schaufenster der exklusivsten Geschäfte
der Stadt. Hier stellen die großen Marken alle Sorten von
Kleidungsstücken, Lederwaren und Zubehör in einer fast
ununterbrochenen Reihenfolge aus, wodurch diese Straße keineswegs
den Vergleich mit den bekanntensten und eindrucksvollsten Einkaufsstraßen
der Welt zu scheuen braucht. Einzigartig ist die sich in Turin bietende
Gelegenheit, die Einkäufe in den zahlreichen historischen Cafès
abzuwechseln, die in den Straßen des Zentrums anzutreffen
sind. Ein Besuch ist ein absolutes Muß wegen der sehenswerten
Einrichtungen aus verschiedenen Epochen und der unvergleichlichen
Auswahl der Appetitanregern in der Cocktailstunde.
Der
Einkaufsbummel kann dann in den Nebenstraßen der Via
Roma fastgeführt werden, wo sich außer den Boutiquen für
Bekleidung und Haute Couture auch Juweliere, Antiquitätenhändler,
Geschäfte mit Einrichtungsgegenständen und wertvollen
Handwerkstücken befinden. Auch die elegante Galerie Subalpina
und San Federico sind zu besuchen, sowohl wegen ihrer Architektur,
die sich perfekt ins Stadtbild eingliedert, als auch wegen der Geschäfte.
Populärer
und häufiger vor allem von Jugendlichen besucht, die hier ihren
Treffpunkt haben, ist die zentrale Via
Garibaldi, die längste Fußgängerzone der Stadt,
die von Piazza Castello bis Piazza Statuto geht. Es ist eine echte
Geschäftsstraße: Jeansgeschäfte, Buchhandlungen,
Parfümerien, Cafés, Haushaltsgeschäfte, Juweliere
und Verkaufsstände reihen sich lückenlos aneinander mit
einem Angebot von Artikeln zu Konkurrenzpreisen.
Das
historische Zentrum der Stadt, das seit Jahren wichtige Sanierungs-
und Umstellungseinschnitte erfährt, ist durch ein Netz von
Gassen Via Barbaroux, Via San Tommaso, Via Monte di Pietà
durchzogen und reich an traditionellen Handwerkerläden,
Kurzwaren, Weinhandlungen, Delikatessengeschäften, Nudelherstellern,
kleinen Goldwarenhandlungen, Heilpflanzenverkäufern, Bäckerläden,
wo man die "robatà", die traditionellen, handgerollten
Grissini und die "paste 'd melia" (Plätzchen aus
Maismehl) kosten kann, ein echter Gaumenschmaus. Hier befindet sich
auch das alternative Turin, wo man Secondhandläden, Werkstätten
für die Bearbeitung von Leder und Silber, Buchbindereien und
Schneidereien finden kann. Tradition und Feinheit zur gleichen Zeit.
Aber
der Einkaufsspaß in Turin endet nicht hier. Um die Universität,
in der Nähe der Piazza Carlo Emanuele II (im Volksmund Piazza
Carlina), in den Straßen um die Via della Rocca haben sich
Geschäfte blasé und mit leicht intellektuellem Charakter angesiedelt,
die sogar die Liebhaber des internationalen feinsten Geschmacks
verwundern können. Ein Schaufenster nach dem anderen folgend
kommt man zum Piazza
Vittorio Veneto, dem größten
Platz Europas, der durch im gleichen Stil gebaute Gebäude begrenzt
wird: Ankunft- und Ausgangspunkt zu gleicher Zeit für einen
neuen Rundgang zu weiteren Einkäufen, auf dem man die Straßen
zu Füßen des Turiner Hügellandes verfolgt, die ebenfalls
reich an attraktiven Geschäften und hochwertigen Handwerkerläden
sind. Hier begegnet man vielen "madame e madamin-e" (Dialekt
für Damen und kleine Damen) des Turiner Hügellandes bei
ihren "fè la spèisa" (Einkäufen).
|
|
|