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Eine
Stadt bemüht sich um die sanierung von ehemaligen Industriegebieten
und um deren Nutzungsänderung. So entstehen neue Dienstleistungen
auf städtischer Ebene


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Die
Industrie stellt für Torino ein reiches Erbe dar. Ein Erbe des technischen
und wirtschaftlichen Könnens, der unternehmerischen und finanziellen
Ressourcen, der Innovationsanreize, die auf stets neue wirtschaftliche
Tätigkeiten übertragen werden. Es ist aber zugleich ein Erbe
der stillgelegten Strukturen und Bauwerke, die heute im städtischen
Rahmen einer anderen Nutzung zugeführt werden sollen.
Torino ist Schauplatz der bedeutendsten Sanierung von stillgelegten Industriegebieten
in Italien. Renzo Piano hat die Fabrik des Lingotto, einst
das berühmteste Automobilwerk Europas, in einen Mehrzweckkomplex
verwandelt, der ein Messezentrum, ein Kongreßzentrum, eine Hochschulfakultät,
ein Hotel, Geschäfte, Büros und Unternehmensverwaltungen beherbergt.
Entlang der zentralen Achse, der Spina Centrale", wurde eine
alte Stahlfabrik vom ersten Umwelttechnologiepark Europas übernommen.
Der Environment Park entsteht im Zeichen der nachhaltigen Entwicklung.
Beim Bau der Werkstätten, Büros und Dienstleistungszentren wurden
ökologische Baustoffe verwendet, wodurch keine Innenraum-Belastung
durch Schadstoffe entsteht, und die Energieversorgung erfolgt über
erneuerbare Energiequellen.
Die Instandsetzungswerkstätten der Bahn werden hingegen renoviert,
um das Polytechnikum von Torino aufzunehmen, das verdoppelt wurde.
Das Polytechnikum ist eine der herausragenden Institutionen in der italienischen
Wissenschaft und Technik. In diesem Zusammenhang soll auf gezielte Investitionen
im Forschungsbereich der Information Technology hingewiesen werden.
All dies erfolgt in einem sicheren Rahmen von Chancen und Regeln, in dem
Modernisierungsprojekte mit der Geschichte und den Baustilen der Vergangenheit
in Einklang gebracht werden. Zur Gestaltung des Wandels von Torino, hat
die Stadt 1995 einen neuen Flächennutzungsplan verabschiedet.
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