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Ein
einheitliches Antlitz, eine gemeinsame städtische Identität
einer Großstadt, die aus vielen unterschiedlichen aber sich ergänzenden
kleinen Städten" besteht.



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Die
Qualität des städtischen Raums ist ein das Wachstum fördernder
Wert. Unter den großen Veränderungen Torinos ist sicher der
Bau des Eisenbahntunnels das einschneidendste Bauwerk. Dabei ist der Ausbau
auf vier Gleise und die Verlegung unter die Erde eines 15 Kilometer langen
Abschnitts der Bahnlinie vorgesehen. Dieser Bau ist, sowohl hinsichtlich
der dafür aufgewendeten Ressourcen, als auch hinsichtlich der Auswirkungen
auf die Gestaltung des städtischen Raums, von größter
Bedeutung.
Der Eisenbahntunnel, der Passante", verbessert nicht
nur den öffentlichen Verkehr (indem er den nationalen und den internationalen
Verkehr vom regionalen und städtischen Verkehr trennt), sondern gibt
Torino auch wertvollen Raum zurück. Die große Allee, die an
der Oberfläche entstanden ist - die sogenannte Spina Centrale",
die zentrale Achse - wird zur wichtigsten Nord-Süd-Achse. Die Unterführung
der Bahnlinie ermöglicht erneut die Anbindung der Stadt entlang der
Ost-West-Straßenverbindung. Einige hundert Hektar aus dem öffentlichen
Grundbesitz der Bahn und von einigen Industriezweigen, wie der Stahl-
und Metallindustrie, die sich Ende des 19. Jahrhunderts in der Nähe
der Eisenbahn angesiedelt hatten, werden für neue wirtschaftliche
und soziale Zwecke genutzt. Dabei entsteht die Chance eine umfassende
und radikale Sanierung von Räumen vorzunehmen, die in der Stadt nunmehr
eine zentrale Lage haben und eine hervorragende Verkehrsanbindung besitzen.
Große Bedeutung kommt dem Projekt The Gate, Living not
Leaving" für die Erneuerung des Stadtviertels Porta Palazzo/Borgo
Dora zu. Die Arbeiten am Straßennetz (die Unterführung von
Corso Regina Margherita), an den Gebäuden (Erneuerung der Fassaden)
sowie Bemühungen im Bereich der Wirtschaftsförderung (wie der
Belebung des traditionellen Flohmarkts, dem Balôn")
wurden bereits eingeleitet. Parallel zu der Umgestaltung des städtischen
Raums und dem Erhalt des historischen und architektonischen Erbes wurden,
zur Verbesserung der Lebensqualität im Stadtviertel, Umweltinitiativen
und soziale Projekte ins Leben gerufen. Die Einwohner des Stadtviertels
bzw. all diejenigen, die in diesem Stadtviertel arbeiten, werden in das
Projekt eingebunden. Im Zuge der Stadtsanierung ist es nötig, dass
sowohl dem Zentrum, als auch den Außenbezirken ein einheitliches
Bild verliehen wird. In Torino stiftet die Sanierung von Gebäuden
und brachliegenden Gebieten, aber auch und ganz besonders durch die Neugestaltung
von Räumen und die Wiedergewinnung des besonderen Stadtviertelcharakters
sowie ihrer städtischen Identität, ein einheitliches Bild. Das
Projekt für die Außenbezirke, das Progetto Speciale Periferie",
ist eine Initiative der Stadt aus dem Jahr 1997 und zielt auf die Entwicklung
einer polyzentrischen Stadt ab, in der jedes Stadtviertel in der Lage
ist, die eigenen Humanressourcen, sowie die wirtschaftlichen und kulturellen
Ressourcen aufzuwerten. Viele kleine Städte", die
zwar verschieden sind, sich aber ergänzen, und die zusammen den Reichtum
der ganzen Stadt ausmachen.
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