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Die
tausend Gesichter und die einzigartige Atmosphäre einer Stadt, die
in der Lage ist sich selbst zu erneuern, und die reich ist an aus der
Vergangenheit geerbten Materiellen und kulturellen Ressourcen.


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Torino
ist eine Stadt mit Blick in die Zukunft mit bedeutenden, aus der Vergangenheit
geerbten, materiellen und kulturellen Ressourcen. Es ist das Schicksal
Torinos sich immer wieder neu gestalten zu müssen.
Dies ist vielleicht auch der Grund dafür, dass Torino eine stets
erneuerte, moderne Stadt ist.
Ursprünglich eine antike römische Stadt, erlebt Torino durch
Emanuel Philibert, der Torino im Jahre 1563 zur Hauptstadt des
Herzogtums Savoyen macht, eine Wiedergeburt.
Als Torino in den herzöglichen Rang erhoben wird, ist es ein Marktflecken
mit 20.000 Einwohnern: Von da an erfährt die Stadt eine rasche Entwicklung,
die unter anderem zur Gründung der Universität führt. In
der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entwerfen die Städtebauer
Vitozzi und Castellamonte den städtischen Grundriss, der von einem
sehr harmonischen Zentrum und weitläufigen und regelmäßigen
Straßen gekennzeichnet ist. Torino wird somit zur ersten, hauptsächlich
durch den Barock gekennzeichneten, europäischen Hauptstadt. In dieses
Gewebe fügen sich die wichtigsten Werke von Guarini und Juvarra harmonisch
ein.
Das Stadtbild ist auch heute noch gekennzeichnet durch die Kontinuität
der Gebäudereihen und die harmonische Folge von Gebäuden unterschiedlicher
Epochen. Auch nach dem Barock wächst Torino mit Weitsicht, heute
würden wir sagen mit einem Blick für das Ganze".
Dies gilt insbesondere für die Erweiterungen in der Zeit vom 18.
und dem frühen 19. Jahrhundert, im Zuge derer in den neuen Vierteln
das Bild der historischen Altstadt beachtet und wieder aufgenommen wird.
Hauptstadt des Königreichs Italien von 1861 bis 1864 beginnt Torino
ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts seine Entwicklung zur
Industriestadt. Die Industrie spielte bei der Entwicklung der Stadt während
des gesamten 20. Jahrhunderts die Hauptrolle. Heute ist Torino eine Stadt
mit tausend Gesichtern: Knotenpunkt der Finanz und der Industrie, Zentrum
des Handels und der internationalen Begegnung, aber gleichzeitig auch
Stadt, in der es sich lohnt zu leben und vor allen Dingen eine Stadt mit
einer einzigartigen, unnachahmlichen Atmosphäre.
Aus der Vogelperspektive zeigt Torino seine ganze rationelle Seite: gerade,
rechtwinklig zueinander verlaufende Straßen, lange von Bäumen
gesäumte Alleen, große Plätze und Licht durchflutete Innenhöfe.
Dabei zeigt sich auch eine unglaubliche Anzahl an Grünflächen:
vier Flüsse, die Hügel, Parke und Gärten, die Torino zu
einer der grünsten Städte Europas machen.
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