Torino
Eine Stadt zum Entdecken
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Torino und der Film

Das nationale Filmmuseum und das „Torino Film Festival" in einer Stadt, wo der Film zu Hause ist

Das Logo des Nationalen Filmmuseums und die „Mole Antonelliana"
Nationalen Filmmuseums

In Torino hat man noch immer Filme gemacht.
Von den Pionierswerken von Pastrone bis hin zu den Werken von Antonioni und Lattuada in der Nachkriegszeit. Von den Horror-Klassikern von Dario Argento bis zu den neuen Filmen von Amelio, Calopresti, Ferrario und Wertmüller.
Wenn Torino sich heute einer neuen Popularität als Filmstadt erfreut, dann ist dies hauptsächlich dem Nationalen Filmmuseum zu verdanken, dem die Stadt ihr berühmtestes und charakteristischstes Bauwerk gewidmet hat, die Mole Antonelliana. Die durch die Restaurierung der Bauwerks gewonnene Fläche, 3.200 Quadratmeter auf fünf Etagen, ist Schauplatz thematischer Ausstellungen.
Hier ist der Besucher König: Die Ausstellungsbereiche werden ergänzt durch Experimentier- und Simulierbereiche, während interaktive Systeme detaillierte Informationen zu den Ausstellungsstücken liefern. Im Bereich „Filmtechnik" kann der Besucher aus erster Hand miterleben wie ein Film entsteht, während in der Tempelaula und auf der Kuppel auf einer Großleinwand die bedeutendsten Etappen der Filmgeschichte gezeigt werden.
Die Sammlungen des Nationalen Filmmuseums zählen zu den bedeutendsten der ganzen Welt: 140.000 Fotografien, 150.000 Plakate und 9.000 Gemälde, Drucke, Vorführgeräte und Filmkameras der Vergangenheit sowie ein Bücher- und Zeitschriften-Archiv unschätzbaren Werts und nicht zuletzt ein Filmarchiv (5.000 Filme), eine Fonothek und eine Fachbibliothek.
In Torino findet auch das „Torino Film Festival" statt, das 1982 als „Festival Cinema Giovani", als Festival des Jugendkinos, ins Leben gerufen wurde.
Das Festival ist eines der interessantesten internationalen Filmfestivals hinsichtlich dem neuen Film und den neuen Filmemachern, aber auch aufgrund der Retrospektiven und den wiederentdeckten Klassikern einzelner Regisseure. Großes Augenmerk wird auf die Kurzfilme gerichtet, die Schule schlechthin, der Filmgrößen von morgen.
In Torino wurde eine spezielle Dienstleistungsagentur für die Unterstützung von Filmproduktionen gegründet. Die „Piemonte Film Commission" unterstützt die Produktionsgesellschaften bei der Suche nach den Drehorten und bei der Einholung der Genehmigungen und betreibt auf internationaler Ebene Promotion für Torino und den Piemont als Drehorte. Parallel zur Promotion leistet die Agentur ferner bedeutende Arbeit hinsichtlich der technologischen Innovation. Derzeit wird ein multimedialer Technologiepark entwickelt, ein Zentrum für die Produktion und Nach-Produktion, das mit der modernsten digitalen Technik ausgerüstet ist und in der geschichtsträchtigen italienischen „Filmfabrik", der FERT, untergebracht ist.
FERT ist gleichzeitig auch der Name einer Vereinigung, die sich zum Ziel gesetzt hat, unabhängige Produktionen zu unterstützen. Unter einer Vielzahl an Initiativen hat die Vereinigung auch „Antenna Media" ins Leben gerufen, ein Informations- und Beratungsschalter für alle, die in den Bereichen Film, Fernsehen und in den neuen Medien tätig sind.